Immobilienblase




Der Artikel wird mein Lieblingsthema beleuchten: Die zukünftige Preisentwicklung der Immobilien.

Wie die meisten von euch wissen, sind die Preise in den letzten Jahren sehr gestiegen. Dargestellt ist der Immobilienpreisindex gegen die Zeit:

Im Diagramm (Datenquelle: Statista) ist der Durchschnittspreis dargestellt. In Ballungsräumen sind wir bereits bei über 50% Preisanstieg.
Da fragt man sich natürlich, wie lange das so weitergehen kann.
Um dies abschätzen zu können blicken wir in die USA und zurück ins Jahr 2007.

Hier war der Fall noch extremer als bei uns. Binnen 7 Jahren stieg der Wert der Immobilien um mehr als 80%. Die Fed erhöhte den Leitzins relativ schnell, wodurch der Immobilienpreis in 2 Jahren um 30% sank.

Unseren Markt betraf das zu diesem Zeitpunkt recht wenig. Die Immobilienpreise verliefen zu der Zeit relativ konstant. Es war keine Blase vorhanden, also konnte auch keine platzen. Nun hat sich das etwas geändert.

Mit 30 Prozent Anstieg in den letzten 10 Jahren haben wir – den gesamten deutschen Immobilienmarkt betrachtet – den Ansatz einer Blasenbildung.
Städte wie Hamburg oder München sind bereits in einer echten Blase. Die Preise haben sich bereits von den Mietpreisen abgekoppelt. Immobilien befinden sich derzeit also im Status einer Überbewertung.


Die Fed wird den Leitzins am 14. Dezember anheben, das scheint
so gut wie sicher. Auch nächstes Jahr sind weitere Anhebungen geplant. Zwar wird dadurch nicht das gesamte Investmentkapital der Großbanken und Versicherungen weg vom deutschen Immobilienmarkt – hin nach Amerika fließen.
Doch wird mit jeder Zinserhöhung ein kleiner Teil der Nachfrage zurückgehen. Es wird sich in den nächsten 1-2 Jahren ein Preisplateau bilden, wodurch die Nachfrage der Großinvestoren sinkt. Der Großteil deren Rendite besteht nämlich nicht aus den Mieten, sondern aus den Preis-Steigerungen(!). Entfallen diese, werden sich die Großspekulanten zurückziehen und der Immobilienwert pendelt sich wieder auf dem Realniveau ein.